Martina Geiger‑Gerlach

Raumwunder

Häuser, die abgerissen werden sollen, stehen wegen baurechtlicher Verzögerungen oft jahrelang leer. In dieser Zeit können sie aus rechtlichen Gründen nicht vermietet werden. Doch als „Kunstprojekt“ können sie bewohnt werden, denn dann sind individuelle Absprachen möglich. Um das enorme Potenzial dieser Zwischennutzungsstrategie einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, wird die erste von der Künstlerin eroberte und gestaltete Wohnung doppelt genutzt: als temporärer Wohnraum und als Ausstellungs-Offspace. Bei jeder Schlüsselübergabe an die nächsten Bewohner*innen wird eine kuratierte Einzelausstellung im „4-Zimmer-Küche-Bad“-Format eröffnet und zum öffentlichen Wohnzimmerkonzert geladen.

An diesen Abenden kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Beweggründen zusammen: um einzuziehen, aktuelle Kunst zu sehen, Livemusik zu hören, die Wohnung zu besichtigen, die Nachbarschaft zu treffen oder zu erfahren, was RAUMWUNDER ist. Gleichzeitig lernen alle die aktuellen Bewohner*innen kennen, die dringend eine feste Bleibe suchen. Nach dem Eröffnungsabend bleibt die Ausstellung dann exklusiv deren Gästen vorbehalten. Und mit ihrem Auszug findet auch der Ausstellungswechsel statt.

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Von: bezirksbeirat@plieningen.de
An: stadtraetin@stuttgart.de

Betreff: Für ein stadtweites RAUMWUNDER

„Wäre das etwas für den Gemeinderat? Wegen der Zwänge des Mietrechts eignet sich Wohnraum während der Zwischenphase nur als Kunstprojekt.“

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Soziale Plastik | 2016 (Ongoing)

Raumwunder 1: Stuttgart, 01.06.2016 – 30.06.2018
Fotobuch | 2016 | 74 Seiten, Auflage 200 EXP.edition Verlag
Foto-Tableaus | 2019 | 34 Motive on demand, 23 cm × 64 cm, Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag, Holzkasten Kiefer

Beratung und kostenfreie Vergabe des Konzept©s zur Realisation neuer RAUMWUNDER: martina@geiger-gerlach.de
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Von: bezirksbeirat@plieningen.de
An: stadtraetin@stuttgart.de
Betreff: Für ein stadtweites RAUMWUNDER

"Wäre das etwas für den Gemeinderat? Wegen der Zwänge das Mietrechts eignet sich Wohnraum während der Zwischenphase nur als Kunstprojekt."

RAUMWUNDER 1 mit:
Daniela Wolf – Fotografie
Saeed Karimi – Gitarre
Christa Munkert – Malerei
Cornelia Meyer-Nolle und Hermann Nolle – Gitarre und Mandoline
Ellen Rein – Malerei, Zeichnung, Objekt
Samuel Kübler und Kevin Thomé – Dudelsack und Bouzouki
Ivan Zozulya – Malerei
Roman Levin – DJ
Tillmann Damrau – Mischtechniken
Aitzi Cofre Real und Simon Gelsdorf – Gesang und Piano
Peter Haury und „Wotørwoerld / Dein Klon“ – Video-Remake
Thomas Köhler – Gitarre
Kids of Adelaide – Gesang und Gitarre

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Fotobuch
RAUMWUNDER - Für das leere Haus
74 Bildseiten
mit einem Essay des Philosophen Matthias Gronemeyer,
Softcover, 22 × 31,5 cm, Auflage 200
EXP.edition Verlag ©2018
Raumwunder