Martina Geiger‑Gerlach

Raumwunder

Raumwunder
(Eine einvernehmliche Hausbesetzung mit Hilfe der Kunst)

Häuser, die abgerissen und durch neue ersetzt werden sollen, stehen zwischen dem Auszug der letzten Bewohner und dem tatsächlichen Abriss wegen baurechtlicher Verzögerungen oft lange leer. Aufgrund des geltenden Mietrechts werden sie in dieser Zwischenphase nicht vermietet. Doch als »Kunstprojekt« können sie bewohnt werden, denn dann sind individuelle Absprachen möglich.

Soziale Plastik | 2016 – 2018
Dimension nach Bedarf
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Von: bezirksbeirat@plieningen.de
An: stadträtin@stuttgart.de
Betreff: Für ein stadtweites RAUMWUNDER

"Wäre das etwas für den Gemeinderat? Wegen der Zwänge das Mietrechts eignet sich Wohnraum während der Zwischenphase nur als Kunstprojekt."
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Um die Strategie ›Raumwunder‹ einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wird die erste per Kunst »eroberte« Wohnung zum bewohnbaren Off-Space, der als kostenfreie ›Rückzugswohnung mit Kunst‹ Geflüchteten zur privaten Nutzung zur Verfügung steht. Bei Bewohner*innen-Wechsel wechselt auch die bewohnbare, kuratierte Einzelausstellung und der Stadtteil ist für einen Abend zur öffentlichen Ausstellungseröffnung mit Wohnzimmerkonzert geladen. Dann wird wieder privat gewohnt.

Raumwunder 1
01.06.2016 – 30.06.2018
Karlshofstraße 42 | 70599 Stuttgart
mit:
Daniela Wolf – Fotografie
Saeed Karimi – Gitarre
Christa Munkert – Malerei
Cornelia Meyer-Nolle und Hermann Nolle – Gitarre und Mandoline
Ellen Rein – Malerei, Zeichnung, Objekt
Samuel Kübler und Kevin Thomé – Dudelsack und Bouzouki
Ivan Zozulya – Malerei
Roman Levin – DJ
Tillmann Damrau – Mischtechniken
Aitzi Cofre Real und Simon Gelsdorf – Gesang und Piano
Peter Haury und „Wotørwoerld / Dein Klon“ – Video-Remake
Thomas Köhler – Gitarre
Kids of Adelaide – Gesang und Gitarre